Study abroad

Der American Football entwickelt sich in Deutschland, keine Frage.
Wirmachenfootball.de möchte diese Entwicklung aktiv mitgestalten, dazu gehören nicht allein die Weiterbildungsmaßnahmen in Form von Camps und Clinix:
Mit der abgeschlossenen Aus bzw. Neugründung des Fördervereins wollen wir auf ganz verschiedenen Wegen die kollektive aber auch die individuelle Entwicklung unterstützen.

Als eine Säule des Vereines haben wir uns langfristig vorgenommen auch ein „Stipendien“-Programm aufzubauen. Das braucht natürlich eine gewisse Zeit und Geld, aber dieses Ziel wird fester Bestandteil der zukünftigen Vereinsagenda. Damit wollen wir junge Footballer (und deren Familien) unterstützen, welche ein Auslandsjahr in die USA antreten wollen.
Dies kann bspw. in Form eines monatlichen Taschengeldzuschusses geschehen.

Finanziell ist diese Vereinssäule sicherlich noch Zukunftsmusik. organisatorisch jedoch haben wir mit european-elite.org bereits einen wichtigen Partner
Eric Hoerl konnte im letzten Jahr dies bereits für junge Nachwuchstalente möglich machen.
In Zukunft sollen diese beiden Einheiten enger miteinander verflochten werden. Die eine Seite organisiert, die andere prüft die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung.

Aktuell besteht noch die Möglichkeit sich für das Jahr 2017/2018 zu bewerben.

Wie wertvoll so ein Football-Auslandsjahr in den USA sein kann erzählen euch ….

Benjamin Rabe aka Coach Benny

„Ich habe im Jahr 2010/11 an einem Schüleraustauschprogramm teilgenommen, durch das ich ein Schuljahr in die USA gehen durfte. Ich wohnte bei einer Gastfamilie im US Staat Maine in einer kleinen Stadt namens Belfast. Dort ging ich in die High School (Belfast Area High School) und durfte nach dem Schulunterricht an den Schulsportprogrammen teilnehmen. Dort spielte ich das erste mal American Football. Das tägliche Training war sehr intensiv und dauerte um die drei Stunden. Der Konkurenzkampf um die Startpositionen war groß, jedoch konnte ich mir aufgrund meiner Schnelligkeit einen Platz in den Special Teams ergattern. Das Training war hart. Aber umso großartiger waren die Saisonspiele. Ich habe gelernt, dass sich die harte Arbeit im Training durchaus in den Saisonerfolgen widerspiegelt. Mit dieser Denkweise wirke ich auch heute noch in meinem Footballverein in Radebeul. In dem Jahr in den USA habe ich so viel gelernt wie in keinem anderen in meinem Leben. Neben den sehr guten Englischkenntnissen konnte ich einen großen Einblick in die amerikanische Mentalität und Footballkultur bekommen. Und heute trage ich meinen Teil dazu bei, das Jugendteam im Football zu unterrichten. Denn wenn man nie in Amerika Football erlebt hat, hat man nie Football erlebt.“
Florian zur Nieden, Jugendspieler bei den Halle Falken
„2014/15 war für mich eine ganz besondere Zeit, denn ich verbrachte damals ein Auslandsjahr in den USA, ein großer Traum der wahr wurde. Schon davor hatte ich mit dem Football spielen angefangen, jedoch gab es bei uns keine Jugend Mannschaft, also sah ich meine beste Chance zum Spielen darin ins Heimatland des Sports zu gehen und Erfahrungen zu sammeln. Meine neue Heimat war nun die Stadt Talladega, im Bundesstaat Alabama, wo ich die dortige Highschool (Talladega Highschool) besuchte. Football war dort etwas ganz anderes als ich es jemals erlebt hatte. Jeden Montag bis Freitag verbrachte ich dreieinhalb Stunden mit Gewichte heben und auf dem Feld. Das Training war sehr hart und der Konkurrenzkampf um Plätze in der Startaufstellung groß, und da ich den Sport noch nie in so einer Intensität erlebt hatte, hatte ich anfangs natürlich Probleme, aber trotzdem war ich in der Lage mich schnell zu einem weitaus besseren Spieler zu entwickeln. Durch meine harte Arbeit und meinen Willen niemals aufzugeben konnte ich die Coaches von mir überzeugen, und ab dem dritten Spiel startete ich im Kickoff- und Puntteam. Wir hatten gute und schlechte Spiele, aber es war immer etwas besonderes am Freitag Abend unter den Flutlichtern auf das Feld zu treten und vor hunderten von Leuten zu spielen. Über die ganzen Saison machte ich Fortschritte, so dass ich bei meiner Rückkehr ein völlig anderer Spieler war als zuvor. Seitdem habe ich mit Football viel erlebt, habe Camps besucht und in der Landesauswahl von Sachsen gespielt, aber meine Zeit in den USA steht für mich immer noch als einen der wichtigsten Erfahrungen in meinem Leben heraus, sowohl als Spieler als auch als Mensch. Football in Amerika ist eine Welt die man erlebt haben muss um sie kennen zu lernen, und wenn man sie einmal kennt dann lässt sie eine nie wieder los.“