Randnotiz – Taschengeld für Jugendabteilungen

American Football ist teuer, das geht bei Equipment los und zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche dieses Sports. Auswärtsfahrten sind vor allem dort ein Kostenfaktor wo sich die Vereine nicht dicht an dicht tummeln. Nicht selten müssen die Kids dann auch mit einem Zuschuss zur Kasse gebeten werden.

Doch mit ein klein wenig Planung und Initiative kann sich jede Jugendabteilung den einen oder anderen Spielraum aufbauen, wir möchten diese Erfahrung mit euch teilen und zum nachmachen animieren. Geld allein macht auch im American Football nicht glücklich aber es beruhigt dennoch ungemein.

Wie so oft in der Geschichte dieses Projektes begann auch diese mit einem Telefonat mit Eric Hoerl von den Bad Homburg Sentinals. Ein Gespräch über sinnvolle Equipmentanschaffungen nahm einen unerwarteten Verlauf. Lest nun die wahre Geschichte von den Einpackaktionen der Junior Foxes.

“ Als Eric und ich uns über die Kosten und Möglichkeiten unterhielten sich nächste Ziele zu setzen ,hinsichtlich sinnvollen Trainingsgeräten kam natürlich das allgegenwärtige Thema der Finanzierungsprobleme auf. Der gebürtige US-Amerikaner erzähle mir von einer Aktion die er kurz zuvor mit seinen Jungs in einem ortsansässigen Rewe-Markt durchgeführt hat. Nach dem Vorbild aus den USA stellte er seine Spieler als Einpacker an die Kassen, unverbindlich und unaufdringlich, wer sich beim Einpacken helfen lassen wollte ließ sich helfen, wer etwas von seinem Wechselgeld spenden wollte, konnte das tun.
Das versuchen wir mal, immerhin haben wir zu den Marktleitern der ortsansässigen Rewemärkte einen guten Draht, vielleicht gestatten Sie uns ja einen Probedurchlauf.
Gesagt, getan, ein kurzes Telefonat später, hatten wir den ersten Rewemarkt an Bord. Ein Testlauf begann, begleitet von einer Reihe von Fragen. Wie würden die Kunden das annehmen? Können wir dort wirklich für Entlastung sorgen, zur Zufriedenheit der KassiererInnen und Marktleitung sogar einen Benefit generieren? Wie hoch ist die Spendebereitschaft? usw. usw.
Wir waren nervös und auf einen Misserfolg vorbereitet. Probieren geht ja bekannter weise über studieren.
Nach knapp 5 Stunden kam dann die Wasserstandsmeldung. Das Kassenpersonal lobte die verkürzten Wartezeiten an den Kassen, die Kunden waren zum großen Teil begeistert von diesem außergewöhnlichen Service was uns das Wohlwollen das Marktleiters sicherte. Der freute sich, als wir ihm mitteilen konnten das wir in diesem Einsatz 630€ für unsere Jugendabteilung einnehmen konnten. Mit diesem Selbstvertrauen versuchten wir in einem anderen Rewemarkt ebenfalls einen Testlauf, vier Jungs für drei Stunden machten innerhalb dieses Kurzeinsatzes auch kein schlechtes Gesicht als sich 250€ in den Spendengläsern aufsummierten, die Kosten für die Busfahrten wurden Dank dieser zwei Einsätze verdient.

Heute setzten wir aus aktuellem Anlass unseren Jungs noch ein paar Osterhasenohren auf und wollten die Osterkauflust der Kunden für unsere Jugendkasse nutzbar machen. Mit Erfolg, auch heute konnten wir sensationelle XY€ für unsere Jugendkasse verbuchen, Am Samstag geht es weiter, in einer Morgen und Nachmittagsschicht. 

Nach diesem Wochenende können sich die Jungs dann teamintern beraten was sie mit dem Geld sinnvolles anstellen wollen. Wird es ein Shadowman Dummie, wird es eine Teambildende Maßnahme, wie etwa eine Fahrt zum GermanBowl oder wollen sie vielleicht ein exklusives Camp? Was auch immer Sie damit anstellen, sie können stolz sagen, dass sie es sich selbst verdient haben. Netter Nebeneffekt, auf diese Art und Weise fanden in jeder Tüte zwei Freikarten für den anstehenden Doubleheader einen neuen Besitzer. Mit Promos Geld verdienen. Zwei Fliegen mit einer Klappe.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.